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Kostenlose Zeiterfassung-App: Was taugen Gratis-Tools wirklich?
„Kostenlose Zeiterfassung“ ist eine der häufigsten Suchanfragen zum Thema – und die Gratis-Tarife von Clockify oder Toggl sind echt. Die Frage ist nicht, ob sie funktionieren, sondern wofür sie taugen und wo für Teams die stille Grenze verläuft.
Was „kostenlos“ hier wirklich bedeutet
Kostenlose Zeiterfassung-Apps finanzieren sich über den Aufstieg in Bezahltarife: Der Gratis-Tarif ist echt und dauerhaft, deckt aber bewusst den Einstiegsbedarf ab. Bei Clockify ist der Free-Plan für unbegrenzt viele Nutzer nutzbar und enthält das unbegrenzte Erfassen von Zeiten sowie einfache Berichte. Bei Toggl Track ist der kostenlose Tarif auf bis zu fünf Nutzer begrenzt und punktet mit besonders aufgeräumter Bedienung. Beide sind für Einzelpersonen und kleine Projektteams eine ehrliche, gute Wahl – keine Trial-Falle.
Wo die Gratis-Tarife an ihre Grenzen stoßen
Die Grenze verläuft selten beim Erfassen selbst, sondern drumherum. Drei Mauern tauchen regelmäßig auf: Man kann keine Zeitdaten aus anderen Systemen importieren, die Export-Berichte lassen sich nur eingeschränkt anpassen, und Team-, Genehmigungs- und Abrechnungsfunktionen wie Stundenfreigaben, Terminübersicht oder GPS sind Bezahltarifen vorbehalten. Für Beschäftigtenzeiten kommt in Deutschland ein vierter Punkt hinzu: Ein Gratis-Tool ist datenschutzrechtlich nur begrenzt geeignet, wenn Auftragsverarbeitung, Löschkonzept und Mitbestimmung nicht sauber geregelt sind.
| Aspekt | Im Gratis-Tarif | Grenze |
|---|---|---|
| Zeiten erfassen | ja, meist unbegrenzt | — |
| Nutzerzahl | Clockify unbegrenzt, Toggl bis 5 | Toggl: ab 6 Personen kostenpflichtig |
| Datenimport aus anderen Systemen | nein | Umzug bestehender Daten schwierig |
| Berichte anpassen / exportieren | eingeschränkt | detaillierte Auswertungen im Bezahltarif |
| Freigaben, Genehmigung, GPS | nein | Teamprozesse erst kostenpflichtig |
| Beschäftigtendaten in DE | technisch möglich | AV-Vertrag, Löschkonzept, Mitbestimmung nötig |
Freelancer oder Team? Zwei verschiedene Fragen
Für Solo-Nutzer und Projektarbeit – Stunden auf Kunden und Projekte buchen, am Monatsende auswerten – ist eine Gratis-App oft die beste Wahl, weil sie schlank ist und nichts kostet. Für Betriebe, die Arbeitszeiten von Beschäftigten erfassen, verschiebt sich die Rechnung: Hier zählen Korrektur- und Freigabeprozess, Schicht- und Abwesenheitsbezug, Stundenkonten und eine belastbare Datenschutzgrundlage. Genau diese Funktionen sind es, die Gratis-Tarife ausklammern. Der Sprung ins Bezahlmodell ist dann kein Luxus, sondern der eigentliche Zweck. Wie sich Apps über den Preis hinaus unterscheiden, zeigen die sieben Kriterien für eine gute Zeiterfassung-App und der Systemvergleich.
Warum ein günstiges Bezahltool oft die ehrlichere Wahl ist
Der Abstand zwischen „gratis“ und „bezahlt“ ist kleiner, als die Suchanfrage vermuten lässt. In der Auswertung dieser Seite führt Aplano das Feld für deutschsprachige Schicht- und Einsatzteams an. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif hat Aplano nicht – der günstigste Einstieg liegt bei 0,50 Euro pro Mitarbeiter und Monat (Core), Basic bei 2,00 Euro, die Zeiterfassung ist im Pro-Tarif für 4,50 Euro enthalten, jeweils netto. Dafür kommen Korrekturprozess, Freigaben, Stundenkonten, Abwesenheiten und die Verbindung zur Dienstplanung mit – also genau das, was Gratis-Tools für Beschäftigtenzeiten weglassen. Der Pro-Umfang ist 14 Tage ohne Kreditkarte testbar, die Verträge sind monatlich kündbar. Belegt sind die Bewertungen 4,8/5 bei 113 Rezensionen (Capterra) und 4,7/5 bei 206 (OMR Reviews), Stand Juli 2026. Wer nur Projektzeiten tracken will, ist mit Clockify oder Toggl Track gut bedient; wer Personalzeiten sauber führen muss, rechnet ehrlich mit wenigen Euro statt mit null.
Praxisregel
Fragen Sie zuerst nach dem Zweck, nicht nach dem Preis: Projektzeit für Einzelne oder wenige? Gratis-Tarif testen. Beschäftigtenzeiten mit Freigabe, Schicht und Datenschutz? Günstiges Team-Bezahltool – der Aufpreis gegenüber gratis ist gering, der Funktionsunterschied groß.
Kurz erklärt
Häufige Fragen
Gibt es wirklich kostenlose Zeiterfassung-Apps?
Wo liegen die Grenzen kostenloser Zeiterfassung-Apps?
Wann lohnt sich ein Bezahltool statt der Gratis-App?
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Nachprüfbar
Quellen und Stand
- Clockify: Tarife und kostenloser Plan, abgerufen Juli 2026.
- Toggl Track: Pricing (Free bis 5 Nutzer), abgerufen Juli 2026.
- Bundesarbeitsgericht, Beschluss 1 ABR 22/21 (Pflicht zur Arbeitszeiterfassung).
- Aplano: Preise und Tarife, abgerufen Juli 2026.
- OMR Reviews: Aplano 4,7/5 bei 206 Bewertungen, abgerufen Juli 2026.
Redaktionell geprüft am 25. Juli 2026. Preis-, Tarif- und Funktionsangaben können sich ändern; verbindlich sind die Angaben der Anbieter. Die datenschutzrechtliche Eignung hängt vom konkreten Einsatz ab; Rechtsinformationen ersetzen keine Beratung im Einzelfall.